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Bank Indonesia belässt Leitzins im August 2026 bei 5,75 Prozent

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Bank Indonesia hat ihren Leitzins im August 2026 unverändert bei 5,75 Prozent belassen. Angesichts der anhaltenden Volatilität an den globalen Finanzmärkten richtet die Zentralbank ihre Geldpolitik weiterhin auf die Stabilisierung der Rupiah und die Kontrolle der Inflation aus.

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Bank Indonesia (BI) hat ihren Leitzins auf ihrer Sitzung des Gouverneursrats am 18. und 19. August 2026 unverändert bei 5,75 Prozent belassen. Die Zentralbank setzt damit ihren Fokus auf die Stabilität der Rupiah und die Inflationsentwicklung vor dem Hintergrund einer weiterhin hohen Volatilität an den globalen Finanzmärkten fort.

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Auch der Zinssatz für die Deposit Facility blieb mit 4,75 Prozent unverändert, während der Zinssatz für die Lending Facility weiterhin bei 6,50 Prozent liegt. Die Entscheidung folgte auf eine Anhebung des BI-Leitzinses um 25 Basispunkte im Juni. Seit Mai 2026 wurde der Leitzins damit insgesamt um 100 Basispunkte erhöht.

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Die amtierende Gouverneurin der Bank Indonesia, Destry Damayanti, erklärte, die Entscheidung stehe im Einklang mit den Bemühungen, die Rupiah gegenüber den Auswirkungen der erhöhten globalen Unsicherheit zu stabilisieren. Diese sei unter anderem auf den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten zurückzuführen. Gleichzeitig soll die Inflation 2026 und 2027 innerhalb des Zielkorridors von 2,5 Prozent ±1 Prozent gehalten und das Wirtschaftswachstum unterstützt werden.

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Nach Einschätzung von BI bleiben die Aussichten für die Weltwirtschaft verhalten, während die Unsicherheit an den Finanzmärkten weiterhin hoch ist. Die Zentralbank erwartet für 2026 ein globales Wirtschaftswachstum von rund 3,0 Prozent und eine weltweite Inflationsrate von etwa 4,5 Prozent. Zudem rechnet BI mit einem Anstieg des Leitzinses der US-Notenbank im vierten Quartal 2026 und weiterhin hohen Renditen von US-Staatsanleihen.

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Vor diesem Hintergrund will BI weiterhin Devisenmarktinterventionen und andere geldpolitische Instrumente einsetzen, um die Rupiah zu stabilisieren. Am 18. August lag der Wechselkurs bei IDR 17.855 je USD und damit 0,78 Prozent stärker als Ende Juli. Die Zentralbank weitete zudem Anreize für Absicherungsgeschäfte und Transaktionen in Lokalwährungen sowie Maßnahmen zur Förderung ausländischer Kapitalzuflüsse aus.

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Die Verbraucherpreisinflation in Indonesien blieb innerhalb des Zielkorridors der Zentralbank. Die Gesamtinflation lag im Juli 2026 bei 2,88 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 3,34 Prozent im Juni. Die Kerninflation betrug 2,76 Prozent, während die Inflation administrativ festgelegter Preise bei 3,58 Prozent lag. Die Inflation bei volatilen Nahrungsmittelpreisen verlangsamte sich auf 2,52 Prozent.

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BI erklärte, die Zusammenarbeit mit der Regierung bei der Kontrolle der Lebensmittelpreise und der Bewältigung möglicher wetterbedingter Risiken fortzusetzen. Auch die Stabilisierung des Wechselkurses soll dazu beitragen, Auswirkungen importierter Inflation zu begrenzen.

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Die Zentralbank bestätigte ihre Prognose für das indonesische Wirtschaftswachstum 2026 in einer Spanne von 4,9 bis 5,7 Prozent. Im zweiten Quartal 2026 wuchs die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,29 Prozent, nach einem Wachstum von 5,61 Prozent im ersten Quartal. Nach Einschätzung von BI wurde das Wachstum im zweiten Quartal unter anderem durch fiskalische Impulse gestützt, die den Staatskonsum und die Investitionen förderten.

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Indonesien verzeichnete von Januar bis Juni 2026 einen kumulierten Handelsüberschuss von USD 3,58 Milliarden. Im Juni wurde allerdings ein Handelsdefizit von USD 450 Millionen registriert. Im dritten Quartal beliefen sich die Nettozuflüsse ausländischer Portfolioinvestitionen bis zum 14. August auf USD 1,8 Milliarden. Die Devisenreserven lagen Ende Juli bei USD 145,3 Milliarden.

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BI hält zudem an einer akkommodierenden makroprudenziellen Politik fest, um die Kreditvergabe an die Realwirtschaft zu unterstützen. Das Wachstum der Bankkredite beschleunigte sich im Juli auf 13,58 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 12,67 Prozent im Juni. Bis zur ersten Augustwoche hatten Banken im Rahmen der makroprudenziellen Liquiditätsanreize von BI insgesamt IDR 446,5 Billionen erhalten.

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Die Zentralbank bereitet weitere makroprudenzielle Maßnahmen vor. Die Macroprudential Liquidity Incentive Policy for Money Market Deepening soll am 1. September 2026 in Kraft treten, während die Regelung zur Macroprudential Inclusive Financing Ratio ab dem 1. Oktober gelten soll. Mit diesen Maßnahmen will BI die Liquidität sichern und Bankfinanzierungen für prioritäre, inklusive und nachhaltige Wirtschaftsbereiche fördern.

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BI will außerdem den Ausbau digitaler Zahlungen und der Zahlungsverkehrsinfrastruktur fortsetzen. Im Juli wurden 5,50 Milliarden digitale Zahlungstransaktionen registriert, 28,69 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das Transaktionsvolumen über QRIS stieg um 82,42 Prozent. Über BI-FAST wurden im selben Monat 546 Millionen Transaktionen mit einem Gesamtwert von IDR 1.355 Billionen abgewickelt.

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Bank Indonesia erklärte, ihre geldpolitischen, makroprudenziellen und zahlungsverkehrspolitischen Maßnahmen weiterhin mit der Regierung zu koordinieren, um die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität zu sichern und gleichzeitig das Wachstum zu unterstützen.

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